2011 29
Die legendären Feuerwerksknaller der Firma Pfau
In der DDR war die Firma Pfau der alleinige Produzent von Bodenfeuerwerken. Dank dieser Monopolstellung erlebte die 1868 gegründete Firma während der DDR-Jahre Ihre wirtschaftliche Blütezeit. Auch nach der Wiedervereinigung bestand die Firma zehn Jahre weiter bis sie 1999 jedoch Pleite ging. Trotzdem ist die Firma nicht nur im Osten noch für seine Feuerwerkskörper bekannt.
Die Geschichte der Pyrotechnische Fabrik Apel und Uftrungen
1868 gründete Friedrich Apel die Pyrotechnische Fabrik Apel / Uftrungen in Silberhütte, welche abgekürzt als Pfau bezeichnet wurde. Bis zum Ende des ersten Weltkrieges produzierte die Firma hauptsächlich als Subunternehmer für den nahe gelegenen Betrieb Eisfeld Rüstungswerkzeug. Von Beginn an wurde aber auch eine eigene Feuerwerksproduktion hergestellt. Nach dem ersten Weltkrieg kaufte Fritz Helbig die Firma. Während des zweiten Weltkrieges wurde die Produktion stillgelegt. 1949 übernahm dann Oskar Apel, der Enkelsohn von Fritz Helbig, den Betrieb. Apel konzentrierte die Produktion ausschließlich auf Feuerwerkskörpern. Dies brachte einen großen Erfolg, der allerdings in den 70er Jahren nachließ. Die Firma wurde verstaatlicht. Nach dieser Verstaatlichung wurde die Firma zum alleinigen Produzenten von Bodenfeuerwerkskörpern in der DDR. Oskar Apel blieb Betriebleiter. 1991 wurde die Firma Pfau wieder privatisiert. Das Rüstungsunternehmen Buck Werke GmbH kaufte den Betrieb. Unter anderem wurden sehr originelle Feuerwerke für Silvester hergestellt. 1999 ging das Unternehmen jedoch in Konkurs.
Sicherheitsstandard der DDR-Feuerwerksknaller
Die früheren Feuerwerksknaller entsprachen sowohl im Westen wie auch im Osten nicht den heutigen Sicherheitsstandard. Deswegen sollten Sie von alten Zündlichtern lieber die Finger lassen. Die Feuerwehr Weissenhorn gibt auf Ihrer Homepage Tipps, wie Gefahrenpotenziale beim Feuerwerk vermieden werden können. So sollten Zündkörper beispielsweise nur im Freien zum Einsatz kommen und die Gebrauchsanweisung vorher gründlich gelesen werden.
Bild: Deutsche Fotothek CC-BY-SA 3.0
