Ein Kessel Buntes
Als ein Flaggschiff der DDR-Fernsehunterhaltung war Ein Kessel Buntes ein Fernseherlebnis an das sich heue noch viele ehemalige DDR-Bürger und auch Westdeutsche erinnern. Die Sendung bot den Zuschauern ein vielfältiges Programm aus Gesang, Tanz, Akrobatik, Talk und Comedy. Ein Kessel Buntes eben. Seit 1972 sechsmal im Jahr auf Sendung, trat die Sendung an, Unterhaltung und ein bisschen internationales Flair in der DDR zu verbreiten. Neben denn Auftritten der heimischen Fernsehprominenz machten die Besuche ausländischer Gäste die Sendung beim Publikum besonders beliebt. Nicht zuletzt hofften die Oberen, den großen Unterhaltungsshows in Westdeutschland Konkurrenz machen zu können.
Unterhaltung und eine kleine Prise Kritik
Eine Besonderheit von Ein Kessel Buntes war sicherlich der Livecharakter der Sendung. Auch bot die Sendung ein wenig Raum leise Kritik am System zu üben. Doch lieber nicht zu viel. Am Anfang hatte noch ein dreiköpfiges Kabarettistenteam durch die Sendung geführte, ab 1977 wechselten die Moderatoren mehr oder wenig regelmäßig. Bis kurz vor dem Ende der DDR stand die Sendung unter staatlicher Kontrolle. Für die Wiederholung der Sendung, schnitt man noch kurz vor dem Mauerfall zu kritische Beiträge heraus.
Langlebiger als die DDR
Nach der Wende ging es in der ARD mit Ein Kessel Buntes noch eine Zeit lang weiter. Zehnmal noch durften die Fernsehzuschauer die Sendung sehen. Jetzt erhielt Ein Kessel Buntes mit Karsten Speck wieder einen ständigen Moderator und man kombinierte die Sendung mit der Glücksspirale. Doch 1998 war dann endgültig Schluss. Immerhin hatte die Sendung damit die DDR um einige Jahre überlebt.
