2012 16
Wissenswert: Radsport in der DDR
Deutschland hat im Radsport eine lange und interessante Geschichte. Tour de France, Sechs-Tage-Rennen, Weltmeisterschaften und Olympia. Bei allen Wettbewerben gab es bereits große Deutsche Siege. Im Radsport konnte man letztlich im gesamten Bereich ‚Deutschland‘ insbesondere aber in der früheren DDR punkten, da man hier ein ausgeklügeltes Stützpunktsystem und gute Trainingsbedingungen hatte.
Olympia und Tour-de-France-Sieg
Einer der letzten großen Stars der ehemaligen DDR, der seine Erfolge letztlich vor allem in der Zeit nach der Wiedervereinigung feiern konnte, war Jan Ullrich. Eine intensive Kinder- und Jugend-Sportförderung ging in der Regel den sportlichen Erfolgen der Sportler aus dem Osten Deutschlands voraus. Gezielte Trainingseinheiten, optimale Wettkampfvorbereitung und ein großer Konkurrenzkampf bereits in den eigenen Reihen waren viele Jahre lang der Garant für große Leistungen – und zwar in nahezu allen Sportarten, die man sich vorstellen kann. Auf diese Weise gelang es Ullrich, ganz oben auf dem Siegerpodest zu stehen bei den unterschiedlichsten Rennen: Olympia und Tour-de-France waren hier sicherlich aus sportlicher Sicht die Highlights seiner Karriere.
Der Profisport war eine große Domäne dort. Talentschmieden gab es vor allem in den größeren Städten. Die Kinder und Jugendlichen wurden fernab der Familien in sog. Sport-Internaten intensiv gefördert. Dadurch hatte man die Möglichkeit, die optimalen Trainingsbedingungen zu schaffen und den Stundenplan mit dem Trainingsplan optimal zu ergänzen. Das DDR-Sportsystem hatte jedoch auch vielfach mit Doping-Vorwürfen zu kämpfen. Im Radsport an sich hat man mit diesen Doping-Vorwürfen auch heute zu kämpfen. Gerade die Tour-de-France ist hier ein öffentlichkeitswirksames Problemfeld geworden, fischt man hier doch sehr häufig Radsportler aus dem Teilnehmerfeld, die mit Hilfe nicht erlaubter Aufbaupräparate agieren und siegen wollen.
Radsport im Alltag
Die Profis sind in der Regel heute nicht mehr mit einfachen Fahrrädern, sondern mit sog. Rennmaschinen unterwegs. Es handelt sich hier um Räder, die unter ergonomischen Gesichtspunkten und modernster Technik ausgestattet sind und speziell für effektives und schnelles Fahren entwickelt wurden. Ein Fahrrad Shop im Internet, wie Toms Bike Corner, bietet ebenfalls moderne Fahrräder für den (gehobenen) Alltagsgebrauch. D.h. man findet auch dort eine ganze Reihe an Rädern, mit denen man auch im Amateur-Rennsport noch punkten und mitfahren kann.
Im Hobby- und Freizeitbereich sieht man auch die Profi-Radsportler mit ‚normalen‘ Fahrrädern durch die Lande radeln. In Fach-Online-Geschäftet findet man aber auch Equipment, mit dem man problemlos an Amateurrennen teilnehmen kann. Die Profis selbst haben für die Rennen häufig speziell auf sie und ihre sportlichen bzw. körperlichen Bedürfnisse abgestimmte Sonderausfertigungen von Fahrrädern bzw. Renn-Maschinen. D.h. diese sind letztlich nur eine Weiterentwicklung der eig. Straßenräder, die ihrerseits wiederum von den technischen Entwicklungen der Profi-Räder profitieren. Denn diese finden sich häufig nach einiger Zeit auch in der Serienfertigung der normalen Fahrräder wieder – sofern sie sinnvoll für den herkömmlichen Gebrauch sind.
Bild: panthermedia.net Ingram Vitantonio Cicorella
